Neuerscheinung: Europalexikon von Große Hüttmann / Wehling herausgegeben

September 18, 2009 at 11:22 am | In Aus dem Institut, Neuerwerbungen, Zur Recherche | Keine Kommentare
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europalexikon
Europalexikon : Begriffe, Namen, Institutionen / hrsg. Martin Große Hüttmann ; Hans-Georg Wehling. – Bonn : Dietz, 2009. – 350 S. : Ill. 978-3-8012-0385-6 18,80 €
Dieses vor allem von Tübinger Wissenschaftlern für die politische Bildung erstellte Lexikon ist eine runde Sache, geeignet nicht nur für den Bereich der politischen Bildung, sondern auch als Handlexikon im Studium.
Herausgeber sind der Tübinger Honorarprofessor Hans-Georg Wehling und der im EU-Bereich ausgewiesene Akademische Rat Martin Große Hüttmann. Die Mehrheit der rund 50 Beiträger sind Tübinger Lehrende bzw. Absolventen.
Hervorzuheben ist der Serviceteil von Prof. Dr. Wolfgang Schumann mit dem Titel “Finden statt Suchen – Internetrecherche nach EU-Quellen”, der insbesondere die Handhabung von Suchdiensten behandelt, die sonst in Einführungen kaum bedacht werden, u.a. thematische Verzeichnisse, Spezialsuchmaschinen. Eine digitale Version des Beitrags ist unter http://www.gesellschaft-agora.de/eu-recherche.htm zu nutzen!

Handbuch Europapolitik erschienen

Juli 31, 2009 at 11:53 am | In Aus dem Institut, Aus der Bibliothek, Zur Recherche | Keine Kommentare
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handbuch_europapolitik
Handbuch Europapolitik / Hrsg.: Siegfried Frech ; Martin Große Hüttmann, Reinhold Weber. – Stuttgart : Landeszentrale für politische Bildung, 2009. – 395 S. (Politik in Baden-Württemberg ; 4) In der Bibliothek unter K III a 136 zu finden

Bei der Landeszentrale für politische Bildung ist das “Handbuch Europapolitik” erschienen. Es skizziert in kurzen und präzisen Analysen die zentralen Politikfelder, auf denen die Europäische Union für das Land Baden-Württemberg von Bedeutung ist. Erstmals liegt damit ein Band vor, der die vielfältigen Verflechtungen baden-württembergischer Landespolitik mit europäischer Politik über alle wichtigen Themenbereiche hinweg aufzeigt.
Eine Auswahl einschlägiger Gesetzestexte und ein statistischer Teil machen das Handbuch zum praktischen Nachschlagewerk für Politiker, Verwaltungsfachleute, Journalisten, Lehrkräfte und alle Europa-Interessierten.
Das Inhaltsverzeichnis des Werks verrät, dass viele “Tübinger” daran mitgewirkt haben.
Noch eine besondere Empfehlung: Es ist auch ein Beitrag von Wolfgang Schumann zur professionellen EU-Recherche enthalten (S. 316 ff.). Eine umfangreichere digitale Fassung finden Sie auf dem Dadalos-Server!

Sowiport – Portal für die sozialwissenschaftliche Suche

November 17, 2008 at 11:32 am | In Aus der Bibliothek | Keine Kommentare
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Ein frisches Logo ziert samt flottem Spruch das Angebot und darunter ist ein aufgeräumtes Suchinterface zu finden, das man gern bedient. Als erstes Element findet man eine horizontal geteilte Menüleiste:

Die Haupt- und Untermenüpunkte sind durch die verschiedenen, farblich abgesetzten Zeilen klar erkennbar, jeweils beim Anklicken eines der oberen Begriffe wechseln die Begriffe der zweiten Leiste in der Auswahl. Eine Schnellsuche wird gleich beim Laden der Seite angeboten:

Wenn man dann “Suche” in der Hauptmenüleiste anklickt und gleich “Erweiterte Suche”, wie man das ja immer gleich machen sollte, bekommt man ein differenziertes Menü mit vielen Möglichkeiten, Suchfenster zu konfigurieren und Suchbegriffe einzugeben und zu verknüpfen. Oben ist auch gleich eine erste Auswahl an Filtermöglichkeiten angezeigt und -geboten.

Man kann auch die Auswahlliste zu den Datenbanken als Filteroption aufrufen,

wobei rechts jeweils eine Beschreibung der jeweiligen Datenbank aufpoppt, wenn man mit der Maus über den Namen einer Datenbank fährt.

sowiport information datenbank

Sie können unschwer anhand der Auswahlliste der Datenbanken erkennen, dass namhafte soziologische, politologische und sozialpädagogische Datenbanken mit eingebunden sind und somit eine Metasuche über relevante sozialwissenschaftliche Suchdienste möglich ist. Dass man freilich eine Suche in anderen Datenbanken daraufhin vergessen könne, davon kann nicht die Rede sein. Warum?
1. Sind die Datenbanken in Sowiport gar nicht allen Interessierten zugänglich: Sie müssen in Deutschland und in einem Hochschulnetz oder bei den Nationallizenzen angemeldet sein und
2. Fehlen für jedes Themengebiet wichtige Datenbanken, für die Pädagogik Eric, für die Politologie World Affairs online

Bemerkenswert ist noch die Möglichkeit der Suche im “Thesaurus Sozialwissenschaften”, die als dritte Option angeboten wird.

Im Hilfetext finden Sie eine Übersicht, welche Gebiete der Thesaurus abdeckt.

Hier können Sie sich die sozialwissenschaftlichen Begrifflichkeiten als Geflecht mit über- und untergeordneten Begriffen sowie Beziehungen zu nahestehenden Begriffen entweder alphabetisch oder sytematisch anzeigen lassen.

(alphabetisch)

(systematisch)

Es ist hier allerdings nicht wie beispielsweise bei IREON möglich, von den Ergebnissen aus direkt eine Suche zu starten, sondern man muss den Begriff kopieren und in die Suche einfügen.

Die weiteren Seiten von Sowiport kann man durchstöbern, ich meine immer, hier in der Zweitnutzung der GESIS-Produkte unterwegs zu sein. Zu finden sind Berichte, Linksammlungen, Kommunikationsmöglichkeiten, vor allem zum osteuropäischen Raum. “Auf den Punkt gebracht”, wie der Werbespruch oben in der Titelzeile lautet, empfindet man die Inhalte leider nicht. Insofern bleibt ein zwiespältiges Gefühl, wie dies auch bereits in einer Besprechung in Fachinformation für Sozialwissenschaften bereits im letzten Jahr formuliert wurde.

PolitologieFAQ und SozialwissenschaftenFAQ runderneuert

Oktober 19, 2008 at 2:08 pm | In Aus dem Institut, Zur Recherche | Keine Kommentare
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Die beiden vom Bibliothekar des Instituts gepflegten Anleitungen zum politik-/sozialwissenschaftlichen Recherchieren sind runderneuert worden. Hier eine kurze Vorstellung der Tutorials:

PolitologieFAQ
Das Kürzel “FAQ” bedeutet frequently asked questions. Das Konzept entstand im Zusammenhang mit den Newsgroups im Usenet und den Mailinglisten, die alle das Problem hatten, dass immer wieder Neulinge sich einloggten und stets dieselben (Anfangs-)Fragen stellten, die die “alten Hasen” auf der Liste nervten. Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde das “Format” der FAQ-Liste erfunden: Oft gestellte Fragen wurden zusammen mit den oft gegebenen Antworten auf eine Seite geschrieben, die entweder im WWW verfügbar war oder in der Newsgroup/Mailingliste periodisch gepostet wurde. Dann konnte man den Neulingen ganz kurz antworten, doch bitteschön in der FAQ nachzusehen.
Die PolitologieFAQ nun entstand im Zusammenhang mit der Newsgroup de.sci.politologie, die heutzutage kaum noch frequentiert wird. Sie wurde als ausführliches Tutorial konzipiert, das nach dem amerikanischen “How to”-Prinzip alle relevanten Fragen des Schemas “Wie finde ich …” beantworten sollte, eben, wie man Bücher, Zeitschriften, Aufsätze, Volltexte, Statistiken etc. findet. Sie existiert nun schon im 10. Jahrgang und wird hoffentlich noch weitere zehn existieren …

Die SozialwissenschaftenFAQ huldigt einem anderen Prinzip: Sie gibt für die sozialwissenschaftliche Recherche eine knappe Anleitung und nur die wichigsten Links, ist also nach dem 20/80-Prinzip aufgebaut, soll also die 20% Links zu Suchdiensten geben, welche ca. 80% der relevanten Ergebnisse ergeben. Es werden sowohl allgemeine sozialwissenschaftliche Suchdienste aufgelistet als auch spezielle für die einzelnen Themengebiete. Die SozialwissenschaftenFAQ gibt’s auch auf Englisch und hat ein Weblog als “Neuerwerbungsliste”.

Fachrecherche zu Internationalen Beziehungen und Länderkunde – Das IREON-Portal

Oktober 12, 2008 at 1:54 pm | In Aus der Politikwissenschaft, Zur Recherche | Keine Kommentare
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Schon seit längerer Zeit existiert bei dem Metakatalog KVK das Registerblatt „IBLK Metakatalog“, welches neben thematischen Ausschnitten aus verschiedenen Verbundkatalogen auch die „Datenbasis IBLK“ bot. Diese Datenbasis ist, wenn man so will, der Ursprung des Portals, welches ich heute besprechen möchte, das mittlerweile IREON-Portal benannt wird.

Die Datenbasis IBLK – das Akronym beschreibt die Internationalen Beziehungen und Länderkunde – wird kooperativ vom Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde (FIV) erstellt, einer Reihe von Forschungs- und Politikberatungs-Institutionen Deutschlands. Sie enthält bibliographische Angaben – aber nicht Abstracts! – der Neuerwerbungen dieser Institutionen, die mit Hilfe einer Klassifikation und einem Thesaurus inhaltlich erschlossen werden. Diese Datenbasis ist Grundlage der Datenbank World Affairs Online (WAO), welche schon seit längerem in verschiedenen Zugängen (beispielsweise in der ViFaPol) und z.T. kombiniert mit anderen Datenbeständen (beispielsweise in der WISO-Datenbank von Genios oder im EINIRAS Database Network) kostenlos und kostenpflichtig angeboten wird.

Hier kommt nun das IREON-Portal neu hinzu. Lediglich noch ein weiterer Zugang? Nein. Wenn man das Portal ausprobiert hat und den Reaktionen von Nutzern trauen darf, dann ist die Konfiguration und in Folge dessen die Handhabung dieses Suchinstruments hervorragend. Schauen wir es uns an:

Auf der Startseite hat man links die Navigationsleiste, rechts oben die „Einfache Suche“ und unten Erläuterungen. Rechts befindet sich eine freie Spalte, die bei der Ergebnisdarstellung dann mit Begriffen zur Einschränkung der Suche gefüllt wird. Ein sehr klarer Aufbau, der interessanterweise mit dem Content Management System Typo 3 realisiert worden ist. Im Hintergrund werkelt die Technologie von FAST, bei der der Name Programm ist. Sie ist bekannt beispielsweise von der Wissenschaftssuchmaschine Scirus her …

ireon suchfenster

Bei der einfachen Suche gibt man einfach Suchworte, Phrasen oder trunkierte Begriffe ein. Schon bei der einfachen Suche werden verschiedene Filtermöglichkeiten angeboten, dazu zählen bereits die zweite Zeile mit Erscheinungsjahr-Angabeoption, dazu zählt die Auswahlbox „Suche nur nach Volltexten“. Vollends die ausklappbare Zeile „Filter“ bietet die Möglichkeit, die Suche nach Datenbanken, Publikationstypen (hier neben Büchern und Aufsätzen namentlich auch „Graue Literatur“) und Sprachen einzugrenzen. Hier die erweiterte Suche mit ausgeklappter Filteroption:

ireon erweiterte suche

Die Ergebnisdarstellung ist sehr transparent aufgebaut, unter der Literaturangabe sind Schaltflächen mit Weiterleitung zum Volltext, KVK, Subito, EZB und Export nach RefWorks (einer Literaturverwaltungssoftware) zu finden. Die Quelle und die Deskriptoren sind zunächst nicht aufgeführt, durch Anklicken der kleinen Pfeile hinter dem Titel expandiert man die Ansicht und hat dann die volle bibliographische Angabe angezeigt. Welcher Datenbank die jeweilige Angabe entnommen wurde, wird rechts am Rand angezeigt.

Je nach Datenbank ist es unterschiedlich, was angezeigt wird. Die in IREON integrierten Datenbanken PAIS und Worldwide Political Science Abstracts (WPSA) sind nur dann zugänglich, wenn IREON in einem Hochschulnetz ausgeführt wird oder nach Anmeldung bei den DFG-Nationallizenzen.

ireon eingeschraenkte ergebnisanzeige fuer privat

Dann kann man auch die Abstracts nutzen, die diese beiden Datenbanken zusätzlich zu den bibliographischen Angaben bieten. Die Datenbank WAO ist eine vorwiegend bibliographische Datenbank, welche über die Literaturangabe und die Deskriptoren hinaus bei einem Fünftel der Einträge auch Abstracts anzeigt.

Die Sortierung der Ergebnisse kann man durch verschiedene Optionen steuern. Man kann auch Ergebnisse markieren und dann diese Auswahl im Format verschiedener Literaturverwaltungsprogramme (Endnote, Bibtex, RefWorks) exportieren bzw. sich mit Hilfe von E-Mail zusenden lassen.

ireon sortierung.

Rechts an der Seite werden bei der Ergebnisdarstellung dann in den Feldern Autoren, Datenbanken und Schlagwort Begriffe, Personen und Datenbanken angezeigt, anhand derer man die Ergebnismenge einschränken kann. Nach einer Suche beispielsweise nach einer Person bekommt man so die Möglichkeit, anhand des Koautors schneller gewünschte Publikationen zu finden.

ireon eingrenzen der suchergebnisse

Vielleicht schieben wir noch ein, was für ein Profil das IREON-Portal bietet. In der Erklärung auf der Startseite unten ist das eigentlich sehr schön ausgedrückt:
„IREON bietet Ihnen Literaturhinweise, Volltexte und (in Kürze) Webseiten zu
• außen- und sicherheitspolitischen Themen
• Fragen der internationalen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
• europapolitischen und transatlantischen Themen
• regional- und länderbezogenen Fragen weltweit
• auswärtiger Kulturpolitik
• Klima, Umwelt und Energie“
Die Zielgruppe ist also in allen Wissenschaftlern und Journalisten zu sehen, die an internationalen Fragen jedweder Couleur und an Länderinformationen (damit sind auch die Geographen an Bord) interessiert sind. In meinen Augen ist dadurch ein scharfes Profil gegeben, es sind nicht die Politologen insgesamt oder allgemein Sozialwissenschaftler, für die dieser Dienst sinnvoll ist, sondern wissenschaftlich Arbeitende und Orientierte, welche an internationalen Themen und Länderinformationen interessiert sind.
Dies zeigt sich auch am Zusatzangebot „WAO Abkommen“, welches die Volltexte von Verträgen und Abkommen im Sicherheitsbereich anzeigt, aber eben nur da. Wenn man beispielsweise ganz dröge und allgemein „Europäische Union“ eingibt, dann werden Verträge der EU angezeigt, aber eben nur im Bereich der Sicherheitspolitik.

Ein echter Mehrwert, den das IREON-Portal noch bietet, ist der Zugriff auf den European Thesaurus („Europäischer Thesaurus Internationale Beziehungen und Länderkunde“). Hier können Begriffe gesucht werden, die in einem hierarchisch gegliederten Ordnungssystem angeordnet sind. Bei der Eingabe von „Friedenssicherung“ beispielsweise werden Synonyme, weitere und engere Begriffe angezeigt, zudem Siehe-auch-Verweise und die Zuordnung des Begriffs zur Thesaurussystematik.

Zu dieser kann man wechseln, wenn man rechts die angezeigte „Schlagwortliste“ von der alphabetischen Anzeige auf „systematisch“ umstellt. Hier kann man dann die Zuordnung der Begriffe zur Systematik der Klassifikation sowie alle anderen zugeordneten Schlagwörter ansehen, ggf. anklicken, worauf sie dann wieder links dargestellt werden.

Alle ca. 8.000 Begriffe kann man in andere Sprachen übersetzen lassen (wird dann ganz unten unter den Ergebnissen ausgeworfen). Und alle Begriffe haben eine kleine Schaltfläche, mit deren Hilfe man sofort nach Ergebnissen im Portal recherchieren kann.
Lediglich einen Link bietet das IREON-Portal zur Datenbank „Online Contents IBLK“, die wie alle anderen OLC-Datenbanken beim Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) gehostet und wie viele von ihnen lediglich in Hochschulnetzen zugänglich ist. Privatpersonen haben hier also das Nachsehen! Die Betreiber von IREON sollten sich daher überlegen, ob sie wirklich die OLC-Suche integrieren wollen. Auch die Suche in den Datenbanken PAIS und WPSA ist beschränkt, aber immerhin hat man schon einmal eine bibliographische Angabe in der Hand und (nur als in Deutschland lebende/r) prinzipiell die Möglichkeit, sich bei nationallizenzen.de registrieren zu lassen und dann die Datenbanken im vollen Umfang zu nutzen. Dieser institutionell privilegierte Nutzung von OLC ist aus der Sicht von Privatpersonen schlicht ärgerlich!

Alles in allem besticht das IREON-Portal durch ein scharfes Profil, einen klaren Aufbau und eine gute Handhabbarkeit. Hierzu ist auch hinzu zu zählen, dass man auf jeder Stufe zwischen deutscher und englischer Anzeige umschalten kann, beileibe keine Selbstverständlichkeit bei deutschen Diensten.

Das bedeutet auch, dass der Dienst international ohne grössere Schwelle genutzt werden kann. Auch das – leider! – ein Alleinstellungsmerkmal! Jedenfalls ist das IREON-Portal ein Angebot, an welchem Politologen kaum vorbeikommen werden können, sowohl vom Leistungsumfang der eingebundenen Datenbanken, der Aktualität der Einträge in WAO als auch von der hervorragenden Handhabung her. Dazu zählen übrigens auch die stets leicht erreichbaren und gut gestalteten Hilfetexte. Wünschenswert bezogen auf die Handhabung wäre allenfalls noch die Erweiterung mit RSS-Abonnements-Möglichkeit. Für Nutzer mit breiterem Interesse (also Politologie allgemein oder Sozialwissenschaften) sind andere Diensten wie die ViFaPol oder – demnächst wird es vorgestellt – Sowiport sinnvoll.

Hilfsmittel für die Recherche beim Firefox-Browser

September 20, 2008 at 5:38 pm | In Tools, Zur Recherche | Keine Kommentare
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Für den Firefox gibt es viele Hilfsmittel, um eine Recherche effektiver zu gestalten und die Rechercheergebnisse zu dokumentieren. Das Res Ipsa Blog stellt sinnvolle Erweiterungen in dem Beitrag “Become an Efficient Researcher: Top Twenty Firefox Add-ons that Make Firefox the Researcher’s Browser of Choice” vor.

Neuigkeitensuche mit Addict-o-matic

Juli 4, 2008 at 9:36 am | In Zur Recherche | Keine Kommentare
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Professor Wolfgang Schumann hat schon vor längerem im Weblog Agora Wissen die beiden Suchmaschinen Addict-o-matic und Surchur besprochen. Besonders die erstere finde ich beachtenswert, weil sie das Konzept umsetzt, wie man es mittlerweile von den “Startseiten” (wie netvibes oder pageflakes) her kennt: Die Ergebnisse werden in “flakes” (oder “gadgets” oder “widgets” oder …) ausgegeben, welche leicht anzupassen und in ihrer Position zu verändern sind. So kann man sich Recherchen, die sich als ertragreich herausgestellt haben, noch in ihrer Wertigkeit anpassen, indem man die Felder, wo besonders gute Ergebnisse gefunden wurden, oben positioniert und andere nach unten schiebt oder löscht. Und dieses Konfiguration kann man als Lesezeichen/Bookmark speichern und dann später wieder dieselben Quellen aufrufen, die dann die aktuellen Ergebnisse anzeigen. Hier nochmal der Absatz, in dem Wolfgang Schumann auf diese Option hinweist:

“Als sehr nutzerfreundlich empfinde ich des weiteren, dass Sie die Ergebnisseite individuell anpassen können, in dem Sie die Felder mit den Ergebnisblöcken (Ask.vom News, Live.com News etc.) per Drag und Drop verschieben und Ihnen wichtige etwa nach oben verschieben und unwichtige per Klick in das Kreuz rechts oben entfernen. Und diese individuelle Ergebnisseite können Sie dann als Bookmark speichern, am nächsten Tag wieder besuchen und dort die aktualisierten und neuesten Resultate abrufen. Beeindruckend, wie ich finde.”

Aber vielleicht noch abschließend zur Relevanz dieser Suchmaschine(n): Sie erschließt die Neuigkeiten aus dem Bereich der Sozialen Software, also Weblogs, Videos, soziale Bookmarkdienste. Wer die konventionelle Suche im Internet mittels Suchmaschinen gewohnt ist, wird beim Blick auf die Ergebnisse erst einmal befremdet sein. Das Relevanzranking ist nicht so perfekt wie gewohnt, deshalb muss man mehr Mühe und Zeit verwenden, die Ergebnisse auf ihre Relevanz und Qualität hin zu prüfen. Warum ist dieser – wenn ich ihn einmal so nennen darf – Suchraum dennoch wichtig? Die Inhalte, welche mit Hilfe Sozialer Software gespeichert, erschlossen, diskutiert werden, sind zum einen sehr aktuell und zum anderen sehr meinungsfreudig. Wenn man also aktuelle Hinweise/Quellen oder kritische Wertungen sucht, hat man hier bessere Chancen als mit einer konventionellen Suche, fündig zu werden. Im Grunde hat diese Suchoption jene im Usenet abgelöst, die früher mit deja.com und jetzt mit Google Groups durchgeführt wurde/wird. Leider ist das Usenet in weiten Teilen für die wissenschaftliche Diskussion unbrauchbar geworden, deshalb dieser Umschwung.
Meiner Meinung nach ist Addict-o-matic die ideale Ergänzung zu Suchmaschinen, die Zeitungsartikel erschließen, wie z.B. Google News, Romso oder die Zeitungs-Archiv-Suche über GBI/Genios.

Von A-Punkt-Verfahren bis Zuständigkeit der Gemeinschaft: EU-Glossare

Juni 25, 2008 at 2:41 pm | In Zur Recherche | Keine Kommentare
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Kennen Sie das? Da taucht ein neuer Begriff auf und Sie möchten gerne wissen, wie er definiert wird, was für ein Konzept eventuell dahinter steht. Beispielsweise “Agencies”. – Dann ist eigentlich die Zeit, ein Glossar zu nutzen. Für die EU werden da unterschiedliche angeboten:

Heißt das nun, dass man immer das Glossar der EU nehmen soll? Mitnichten! Da jedes Nachschlagewerk ein eigenes Profil hat, bleibt einem nichts anderes übrig, als mehrere zu benutzen. Je nach Fragestellung wird man im einen oder anderen fündig. Fatal wäre es also, bei der Recherche nur eines zu benutzen!

Schnelle Suche mit Hilfe von SearchPlugIns bei Firefox

Mai 27, 2008 at 2:14 pm | In Zur Recherche | Keine Kommentare
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SearchPlugIns sind bei Mozillas Browser Firefox eine schöne Möglichkeit, verschiedene Suchmöglichkeiten schnell anzusteuern bzw. schnell hintereinanderweg auszuprobieren, ohne jeweils das Suchmenü im Browser laden zu müssen. Hier das Beispiel von meinem Browser:

Man gibt in das Fensterchen Suchbegriffe oder eine Phrase ein, wählt die Quelle aus und fertig! Wie man solche SearchPlugIns einfügt, schildert eine Seite des BüchereiWikis. Hier werden auch entsprechende PlugIns von Bibliothekskatalogen aufgelistet.
Was aber tun, wenn eine Suchmaschine oder ein Katalog kein solches PlugIn anbietet? Hier ist die Firefox-Erweiterung OpenSearchFox eine Hilfe: Einmal installiert, kann man in das Suchfeld einer Suchmaschine oder eines Katalogs klicken, bekommt dann ein Aufklappmenü,

wählt hier das lila Icon mit der Lupe “Suchmaschine hinzufügen” und hat dann die Suchmaschine oder den Katalog als Suchoption oben links im Auswahlmenü zur Verfügung. Die Suchdienste, die ich im ersten Bild rot eingerahmt habe, sind auf diese Weise hinzugefügt worden.

Spiegel von Anfang an frei zugänglich und recherchierbar

Februar 22, 2008 at 11:02 am | In Zur Recherche | 2 Kommentare
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Der Spiegel ist jetzt – wie letzthin die Zeit – von Anfang an frei zugänglich und recherchierbar (nur die letzten 2 Wochen der Printausgabe sind nicht frei). Die entsprechende Reiterkarte bei Spiegel heißt nicht “Archiv”, sondern “Wissen”, weil noch andere Quellen wie z.B. Lexika damit zusammengekoppelt sind:
http://wissen.spiegel.de
Wer nur das Archiv recherchieren möchte, kann auch das Spiegel-Suchmenü von Google Blogoscoped nehmen,
http://blogoscoped.com/spiegel/
ich finde das recht handsam.

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