Sowiport – Portal für die sozialwissenschaftliche Suche
November 17, 2008 at 11:32 am | In Aus der Bibliothek | Keine KommentareSchlagworte: csa, datenbank, nationallizenzen, pais, portal, recherche, sozialwissenschaft, thesaurus, wpsa
Ein frisches Logo ziert samt flottem Spruch das Angebot und darunter ist ein aufgeräumtes Suchinterface zu finden, das man gern bedient. Als erstes Element findet man eine horizontal geteilte Menüleiste:
Die Haupt- und Untermenüpunkte sind durch die verschiedenen, farblich abgesetzten Zeilen klar erkennbar, jeweils beim Anklicken eines der oberen Begriffe wechseln die Begriffe der zweiten Leiste in der Auswahl. Eine Schnellsuche wird gleich beim Laden der Seite angeboten:
Wenn man dann “Suche” in der Hauptmenüleiste anklickt und gleich “Erweiterte Suche”, wie man das ja immer gleich machen sollte, bekommt man ein differenziertes Menü mit vielen Möglichkeiten, Suchfenster zu konfigurieren und Suchbegriffe einzugeben und zu verknüpfen. Oben ist auch gleich eine erste Auswahl an Filtermöglichkeiten angezeigt und -geboten.
Man kann auch die Auswahlliste zu den Datenbanken als Filteroption aufrufen,
wobei rechts jeweils eine Beschreibung der jeweiligen Datenbank aufpoppt, wenn man mit der Maus über den Namen einer Datenbank fährt.
Sie können unschwer anhand der Auswahlliste der Datenbanken erkennen, dass namhafte soziologische, politologische und sozialpädagogische Datenbanken mit eingebunden sind und somit eine Metasuche über relevante sozialwissenschaftliche Suchdienste möglich ist. Dass man freilich eine Suche in anderen Datenbanken daraufhin vergessen könne, davon kann nicht die Rede sein. Warum?
1. Sind die Datenbanken in Sowiport gar nicht allen Interessierten zugänglich: Sie müssen in Deutschland und in einem Hochschulnetz oder bei den Nationallizenzen angemeldet sein und
2. Fehlen für jedes Themengebiet wichtige Datenbanken, für die Pädagogik Eric, für die Politologie World Affairs online …
Bemerkenswert ist noch die Möglichkeit der Suche im “Thesaurus Sozialwissenschaften”, die als dritte Option angeboten wird.
Im Hilfetext finden Sie eine Übersicht, welche Gebiete der Thesaurus abdeckt.
Hier können Sie sich die sozialwissenschaftlichen Begrifflichkeiten als Geflecht mit über- und untergeordneten Begriffen sowie Beziehungen zu nahestehenden Begriffen entweder alphabetisch oder sytematisch anzeigen lassen.
(alphabetisch)
(systematisch)
Es ist hier allerdings nicht wie beispielsweise bei IREON möglich, von den Ergebnissen aus direkt eine Suche zu starten, sondern man muss den Begriff kopieren und in die Suche einfügen.
Die weiteren Seiten von Sowiport kann man durchstöbern, ich meine immer, hier in der Zweitnutzung der GESIS-Produkte unterwegs zu sein. Zu finden sind Berichte, Linksammlungen, Kommunikationsmöglichkeiten, vor allem zum osteuropäischen Raum. “Auf den Punkt gebracht”, wie der Werbespruch oben in der Titelzeile lautet, empfindet man die Inhalte leider nicht. Insofern bleibt ein zwiespältiges Gefühl, wie dies auch bereits in einer Besprechung in Fachinformation für Sozialwissenschaften bereits im letzten Jahr formuliert wurde.
Fachrecherche zu Internationalen Beziehungen und Länderkunde – Das IREON-Portal
Oktober 12, 2008 at 1:54 pm | In Aus der Politikwissenschaft, Zur Recherche | Keine KommentareSchlagworte: abkommen, datenbank, fachrecherche, fakten, internationale beziehungen, ireon, länderkunde, pais, portal, recherche, sowiport, vifapol, wao, wpsa
Schon seit längerer Zeit existiert bei dem Metakatalog KVK das Registerblatt „IBLK Metakatalog“, welches neben thematischen Ausschnitten aus verschiedenen Verbundkatalogen auch die „Datenbasis IBLK“ bot. Diese Datenbasis ist, wenn man so will, der Ursprung des Portals, welches ich heute besprechen möchte, das mittlerweile IREON-Portal benannt wird.
Die Datenbasis IBLK – das Akronym beschreibt die Internationalen Beziehungen und Länderkunde – wird kooperativ vom Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde (FIV) erstellt, einer Reihe von Forschungs- und Politikberatungs-Institutionen Deutschlands. Sie enthält bibliographische Angaben – aber nicht Abstracts! – der Neuerwerbungen dieser Institutionen, die mit Hilfe einer Klassifikation und einem Thesaurus inhaltlich erschlossen werden. Diese Datenbasis ist Grundlage der Datenbank World Affairs Online (WAO), welche schon seit längerem in verschiedenen Zugängen (beispielsweise in der ViFaPol) und z.T. kombiniert mit anderen Datenbeständen (beispielsweise in der WISO-Datenbank von Genios oder im EINIRAS Database Network) kostenlos und kostenpflichtig angeboten wird.
Hier kommt nun das IREON-Portal neu hinzu. Lediglich noch ein weiterer Zugang? Nein. Wenn man das Portal ausprobiert hat und den Reaktionen von Nutzern trauen darf, dann ist die Konfiguration und in Folge dessen die Handhabung dieses Suchinstruments hervorragend. Schauen wir es uns an:
Auf der Startseite hat man links die Navigationsleiste, rechts oben die „Einfache Suche“ und unten Erläuterungen. Rechts befindet sich eine freie Spalte, die bei der Ergebnisdarstellung dann mit Begriffen zur Einschränkung der Suche gefüllt wird. Ein sehr klarer Aufbau, der interessanterweise mit dem Content Management System Typo 3 realisiert worden ist. Im Hintergrund werkelt die Technologie von FAST, bei der der Name Programm ist. Sie ist bekannt beispielsweise von der Wissenschaftssuchmaschine Scirus her …
Bei der einfachen Suche gibt man einfach Suchworte, Phrasen oder trunkierte Begriffe ein. Schon bei der einfachen Suche werden verschiedene Filtermöglichkeiten angeboten, dazu zählen bereits die zweite Zeile mit Erscheinungsjahr-Angabeoption, dazu zählt die Auswahlbox „Suche nur nach Volltexten“. Vollends die ausklappbare Zeile „Filter“ bietet die Möglichkeit, die Suche nach Datenbanken, Publikationstypen (hier neben Büchern und Aufsätzen namentlich auch „Graue Literatur“) und Sprachen einzugrenzen. Hier die erweiterte Suche mit ausgeklappter Filteroption:
Die Ergebnisdarstellung ist sehr transparent aufgebaut, unter der Literaturangabe sind Schaltflächen mit Weiterleitung zum Volltext, KVK, Subito, EZB und Export nach RefWorks (einer Literaturverwaltungssoftware) zu finden. Die Quelle und die Deskriptoren sind zunächst nicht aufgeführt, durch Anklicken der kleinen Pfeile hinter dem Titel expandiert man die Ansicht und hat dann die volle bibliographische Angabe angezeigt. Welcher Datenbank die jeweilige Angabe entnommen wurde, wird rechts am Rand angezeigt.
Je nach Datenbank ist es unterschiedlich, was angezeigt wird. Die in IREON integrierten Datenbanken PAIS und Worldwide Political Science Abstracts (WPSA) sind nur dann zugänglich, wenn IREON in einem Hochschulnetz ausgeführt wird oder nach Anmeldung bei den DFG-Nationallizenzen.
Dann kann man auch die Abstracts nutzen, die diese beiden Datenbanken zusätzlich zu den bibliographischen Angaben bieten. Die Datenbank WAO ist eine vorwiegend bibliographische Datenbank, welche über die Literaturangabe und die Deskriptoren hinaus bei einem Fünftel der Einträge auch Abstracts anzeigt.
Die Sortierung der Ergebnisse kann man durch verschiedene Optionen steuern. Man kann auch Ergebnisse markieren und dann diese Auswahl im Format verschiedener Literaturverwaltungsprogramme (Endnote, Bibtex, RefWorks) exportieren bzw. sich mit Hilfe von E-Mail zusenden lassen.
Rechts an der Seite werden bei der Ergebnisdarstellung dann in den Feldern Autoren, Datenbanken und Schlagwort Begriffe, Personen und Datenbanken angezeigt, anhand derer man die Ergebnismenge einschränken kann. Nach einer Suche beispielsweise nach einer Person bekommt man so die Möglichkeit, anhand des Koautors schneller gewünschte Publikationen zu finden.
Vielleicht schieben wir noch ein, was für ein Profil das IREON-Portal bietet. In der Erklärung auf der Startseite unten ist das eigentlich sehr schön ausgedrückt:
„IREON bietet Ihnen Literaturhinweise, Volltexte und (in Kürze) Webseiten zu
• außen- und sicherheitspolitischen Themen
• Fragen der internationalen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
• europapolitischen und transatlantischen Themen
• regional- und länderbezogenen Fragen weltweit
• auswärtiger Kulturpolitik
• Klima, Umwelt und Energie“
Die Zielgruppe ist also in allen Wissenschaftlern und Journalisten zu sehen, die an internationalen Fragen jedweder Couleur und an Länderinformationen (damit sind auch die Geographen an Bord) interessiert sind. In meinen Augen ist dadurch ein scharfes Profil gegeben, es sind nicht die Politologen insgesamt oder allgemein Sozialwissenschaftler, für die dieser Dienst sinnvoll ist, sondern wissenschaftlich Arbeitende und Orientierte, welche an internationalen Themen und Länderinformationen interessiert sind.
Dies zeigt sich auch am Zusatzangebot „WAO Abkommen“, welches die Volltexte von Verträgen und Abkommen im Sicherheitsbereich anzeigt, aber eben nur da. Wenn man beispielsweise ganz dröge und allgemein „Europäische Union“ eingibt, dann werden Verträge der EU angezeigt, aber eben nur im Bereich der Sicherheitspolitik.
Ein echter Mehrwert, den das IREON-Portal noch bietet, ist der Zugriff auf den European Thesaurus („Europäischer Thesaurus Internationale Beziehungen und Länderkunde“). Hier können Begriffe gesucht werden, die in einem hierarchisch gegliederten Ordnungssystem angeordnet sind. Bei der Eingabe von „Friedenssicherung“ beispielsweise werden Synonyme, weitere und engere Begriffe angezeigt, zudem Siehe-auch-Verweise und die Zuordnung des Begriffs zur Thesaurussystematik.
Zu dieser kann man wechseln, wenn man rechts die angezeigte „Schlagwortliste“ von der alphabetischen Anzeige auf „systematisch“ umstellt. Hier kann man dann die Zuordnung der Begriffe zur Systematik der Klassifikation sowie alle anderen zugeordneten Schlagwörter ansehen, ggf. anklicken, worauf sie dann wieder links dargestellt werden.
Alle ca. 8.000 Begriffe kann man in andere Sprachen übersetzen lassen (wird dann ganz unten unter den Ergebnissen ausgeworfen). Und alle Begriffe haben eine kleine Schaltfläche, mit deren Hilfe man sofort nach Ergebnissen im Portal recherchieren kann.
Lediglich einen Link bietet das IREON-Portal zur Datenbank „Online Contents IBLK“, die wie alle anderen OLC-Datenbanken beim Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) gehostet und wie viele von ihnen lediglich in Hochschulnetzen zugänglich ist. Privatpersonen haben hier also das Nachsehen! Die Betreiber von IREON sollten sich daher überlegen, ob sie wirklich die OLC-Suche integrieren wollen. Auch die Suche in den Datenbanken PAIS und WPSA ist beschränkt, aber immerhin hat man schon einmal eine bibliographische Angabe in der Hand und (nur als in Deutschland lebende/r) prinzipiell die Möglichkeit, sich bei nationallizenzen.de registrieren zu lassen und dann die Datenbanken im vollen Umfang zu nutzen. Dieser institutionell privilegierte Nutzung von OLC ist aus der Sicht von Privatpersonen schlicht ärgerlich!
Alles in allem besticht das IREON-Portal durch ein scharfes Profil, einen klaren Aufbau und eine gute Handhabbarkeit. Hierzu ist auch hinzu zu zählen, dass man auf jeder Stufe zwischen deutscher und englischer Anzeige umschalten kann, beileibe keine Selbstverständlichkeit bei deutschen Diensten.
Das bedeutet auch, dass der Dienst international ohne grössere Schwelle genutzt werden kann. Auch das – leider! – ein Alleinstellungsmerkmal! Jedenfalls ist das IREON-Portal ein Angebot, an welchem Politologen kaum vorbeikommen werden können, sowohl vom Leistungsumfang der eingebundenen Datenbanken, der Aktualität der Einträge in WAO als auch von der hervorragenden Handhabung her. Dazu zählen übrigens auch die stets leicht erreichbaren und gut gestalteten Hilfetexte. Wünschenswert bezogen auf die Handhabung wäre allenfalls noch die Erweiterung mit RSS-Abonnements-Möglichkeit. Für Nutzer mit breiterem Interesse (also Politologie allgemein oder Sozialwissenschaften) sind andere Diensten wie die ViFaPol oder – demnächst wird es vorgestellt – Sowiport sinnvoll.
Freier Testzugang für alle Sage-Zeitschriften bis 31.05.
Mai 13, 2008 at 2:49 pm | In Aus der Politikwissenschaft, Zur Recherche | Keine KommentareSchlagworte: datenbank, ejournal, gender, internationale beziehungen, methoden, politikwissenschaft, test, verwaltung
Aus der Homepage des Sage-Verlages:
SAGE and the Professional Scholarly Publishing (PSP) division of the Association of American Publishers are pleased to announce SAGE Journals Online, SAGE’s online journal delivery platform, has won the 2007 PSP Award for Excellence for best platform.
To celebrate, SAGE is offering free online access to more than 485 journals available on SAGE Journals Online. Simply register below and your online trial will include unlimited full-text access to current and back content …
Unter anderem sind die Kategorien “Politics & International Relations”, “Gender Studies”, “Research and Methods” und “Public Administration” zu finden.
Eine Toolbar für die Suche inner- und außerhalb des Instituts
Februar 8, 2008 at 1:39 pm | In Aus dem Institut, Aus der Bibliothek, Zur Recherche | Keine KommentareSchlagworte: bibiothek, datenbank, ifp, institutsbibliothek, katalog, neuigkeiten, recherche, toolbar, zeitschrift

Das Institut stellt Studierenden, Dozenten und Interessenten eine Toolbar für den Firefox- und IEP-Browser zur Verfügung, welche die Suche in der Homepage des Instituts bündelt und gute Suchdienste aufzeigt,

Neuigkeiten aus dem Institut bietet und Links für die weitere Recherche bereithält.

Die Toolbar läßt sich sehr gut angleichen, bietet noch etliche weitere Komponenten, welche man wählen oder auch sein lassen kann (wie dies mit Gimmicks heute so ist …).

Zum Herunterladen der Toolbar geht es hier lang, weitere Informationen finden Sie auf der Instituts-Homepage.
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