Best practice: Die Virtuelle Fachbibliothek Politikwissenschaft
September 26, 2008 at 11:18 pm | In Aus der Politikwissenschaft, Zur Recherche | 3 KommentareSchlagworte: einstieg, friedensforschung, linksammlung, politikwissenschaft, portal, vifapol, virtuelle fachbibliothek
In Deutschland sind parallel zu den Sondersammelgebietsbibliotheken seit einigen Jahren die Virtuellen Fachbibliotheken am Entstehen, welche durch die DFG gefördert werden und Vascoda als Portal (bei Vascoda die untere bunte Leiste mit Titel “Fachzugänge”) thematisch geordnet erreichbar sind. Eine Virtuelle Fachbibliothek, welche als eine der ersten entstand und in der ersten Zeit unter dem Titel “peace and politics guide” erreichbar war, ist die Virtuelle Fachbibliothek Politikwissenschaft (ViFaPol). Ich möchte die ViFaPol hier eingehender zu besprechen, da die IfP-Bibliothek Kooperationspartnerin dieser Virtuellen Fachbibliothek ist. Deren Hauptseite kommt einem recht aufgeräumt entgegen mit drei Punkten und einem Suchfenster:
Ein Merkmal, welches sich auf allen Ebenen durchzieht, ist die Möglichkeit, erweiterte Informationen auf einen Klick zu bekommen. Wenn man also auf das “i” im Kästchen klickt, wird jeweils eine Erläuterung oder ein Abstract angezeigt. Auf der Hauptebene sieht das dann so aus:
Die drei Hauptpunkte der ViFaPol sind also das systematisch geordnete Internetquellenverzeichnis, das Verzeichnis von eJournals und von Fachdatenbanken. Dann folgt noch ein Suchfenster, mit dessen Hilfe man eine Metasuche über zur Zeit 22 “Datenbanken” durchführen kann,
worunter Internetquellen, Fachdatenbanken und Bibliotheksverbünde zu verstehen sind. In bester Manier kann man diese auch einzeln anwählen.
Aber gehen wir einmal eine Ebene tiefer, sehen wir uns die Systematik der Internetquellen an, welche geteilt nach Politikwissenschaft und Friedensforschung sowie nach Ressourcentypen und in einer Ländersystematik angeboten werden.
Man hat also zwei thematische, ein sachliches und ein geographisches Verzeichnis, in denen man sich weiter nach unten bewegen kann. Hier die Ansicht der Systematik Politikwissenschaft > Politische Theorie:
Wenn man beispielsweise bei “Politikwissenschaft” ein Unterverzeichnis anklickt, zum Beispiel “Internationale Politik” und dort dann auf “Internationale Konflikte”, kommt man dann auf eine Seite mit konkreten Einträgen:
Man sieht den Titel der Eintragung, bekommt ein Abstract und die Schlagwörter. Bemerkenswert finde ich die obige Navigationsleiste: Ein alphabetisches Register hilft mir, in der Ergebnismenge schnell hin- und herzuspringen. Wichtig sind auch die Reiterkarten, mit deren Hilfe man die Kategorie noch einmal nach einem ganz anderen Zuschnitt durchsuchen kann, sei es geographisch, nach Ressourcentyp oder nach Schlagwörtern geordnet. Der/die Benutzer/in kann so verschiedene Sichtweisen auf das Thema ausprobieren und kommt dadurch auch auf andere Ideen, was noch alles relevant sein könnte. Hier hilft auch die Praxis, dass auch Datenbanken und eJournals in die Systematik der Internetquellen mit eingepflegt sind, so dass das Potential elektronischer Nachweismittel, die einzelnen Einträge nach ganz verschiedenen Gesichtspunkten an unterschiedlichen Stellen präsentieren zu können, ausgeschöpft wird. – Um vollständig zu sein: Wenn man auf die einzelnen Einträge klickt, erscheint dann die ausführliche Beschreibung der Internetquelle/des eJournals/der Fachdatenbank, also z.B. dieses:
Das wäre also das Kernangebot. Beeindruckend ist auch das drumherum: Ein Suchfenster, das stets rechts oben eingeblendet, die verschiedenen Suchmöglichkeiten werden unter “Suchwerkzeuge” eingehend besprochen, ein Onlinekurs “Einführung in die sozialwissenschaftliche Fachinformationssuche” und Tipps und Tricks für die politikwissenschaftliche Recherche werden angeboten.
Ebenfalls dazu gehört ein Newsletter (auch im Archiv auf der Webseite lesbar) für die Benutzer, das Angebot eines Search-Plugins für den Firefox-Browser und die Möglichkeit für Bibliotheken, ein Suchfenster für die Schnellsuche in der ViFaPol in die eigene Homepage einzubinden, wie das zum Beispiel in der Bibliothek des Instituts fuer Politikwissenschaft angeboten wird:
Enthalten sind auch weiter gehende Kooperationsangebote für die Profession, damit die Last der Erschließung auf mehrere Schultern verteilt werden kann.
Alles in allem kann man sagen, dass die Virtuelle Fachbibliothek Politikwissenschaft hervorragend aufgestellt ist. Natürlich ist vieles “nur” bibliographisch nachgewiesen und muss eventuell per Dokumentlieferdienst Subito oder per Fernleihe geholt werden, aber es ist bei den elektronischen Medien nicht anders wie bei den Printmedien auch: Nicht alles kann lokal vorhanden sein, alles Relevante sollte aber an einer Stelle nachgewiesen werden. Man kann hoffen, dass die ViFaPol mit ihrer benutzerfreundlichen Vielfältigkeit und ihrem konzeptionellen Ansatz der Einbeziehung der Profession ein “best practice”-Beispiel für andere Virtuelle Fachbibliotheken darstellt!
Campus TV behandelt Friedens- und Konfliktforschung
September 24, 2008 at 4:15 pm | In Aus dem Institut, Aus der Politikwissenschaft | Keine KommentareSchlagworte: ausstellung, fachleute, frieden, friedens- und konfliktforschung, friedensarbeit, masterstudium, peacebuilding
Eine Sendung von Campus TV mit Martin Quack (Lehrbeauftragter des Instituts) und Anne Romund (Masterstudentin) als Studiogäste behandelte die Friedens- und Konfliktforschung und die Ausstellung “Frieden braucht Fachleute”, die November 2007 in Tübingen stattfand.
Hier die Beschreibung der Sendung: “Ein großes Thema der internationalen Politik hat in Tübingen eine lange Tradition: die Friedens- und Konfliktforschung. Seit Ende der 60er-Jahre setzt sich das Institut für Politikwissenschaftlich mit diesem Thema auseinander. Seit dem Wintersemester 2004/05 wird der Masterstudiengang „Friedensforschung und Internationale Politik“ angeboten. Wer in Tübingen nicht nur in der Konfliktforschung auf dem aktuellen Stand bleiben will, kann zahlreiche Veranstaltungen rund um die Themen Krieg und Frieden besuchen oder selbst tätig werden.
Christine Burkart sprach mit der Masterstudentin Anne Romund und dem Doktoranden Marin Quack über Forschungskonzepte, Berufsperspektiven und Sinn und Zweck von privatem Engagement.”
Der Inhalt des vierundzwanzigminütigen Films:
00:00:00 Friedens- und Konfliktforschung, Vorstellung der Studiogäste
00:01:02 Romund, Anne: Masterstudentin “Friedensforschung und Internationale Politik” (Interview)
00:02:18 “Frieden braucht Fachleute” (Ausstellung)
00:06:18 Quack, Martin: Politikwissenschaftler und Doktorand (Interview)
00:07:04 Friedensfachkraft; Ziviler Friedensdienst
00:08:33 Frieden: Gesellschaft, Politik
00:09:12 “Warum tötest du, Zaid?”, Jürgen Todenhöfer
00:14:19 Konfliktlösung: militärische Intervention, ziviler Friedensdienst
00:16:26 Zivilgesellschaftliche Akteure (NGOs): Landminenverbot
00:18:18 Friedensforschung: Wissenschaft und praktischer politischer Nutzen
00:19:06 Gesellschaft “Kultur des Friedens”, 20-jähriges Jubiläum
00:23:01 Friedensforschung, Konzepte
00:24:15 Friedensforschung, Berufsperspektiven
Über die Ausstellung “Frieden braucht Fachleute” erschien unlängst auch das Tübinger Arbeitspapier zur internationalen Politik und Friedensforschung Nr. 54 von L. Banholzer und A Rohde: “Der zivile Friedensdienst : Einstiegsmöglichkeiten für HochschulabsolventInnen”
Verbleibstudie Diplomabsolventen Uni Duisburg-Essen
September 22, 2008 at 11:13 am | In Aus der Politikwissenschaft | Keine KommentareDie deutliche Mehrheit der Absolventen, die zwischen 1994 und 2006 Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Politik an der UDE studiert haben, beurteilen ihre Ausbildung rückblickend als “eher nützlich” oder “sehr nützlich”. Neun von zehn Absolventen würde sich heute erneut für ein Politikstudium einschreiben. Insbesondere das inhaltliche und personelle Studienangebot konnte die Absolventen überzeugen. Nachholbedarf sehen sie dagegen bei der Unterstützung für Praktika, bei der Berufsvorbereitung und beim Knüpfen von Karrierenetzwerken. Zwei Drittel der Absolventen nutzen die Möglichkeit, während des Studiums ein Praktikum zu absolvieren. Der Großteil interessierte sich dabei für die Medienbranche, beliebt waren auch die öffentliche Verwaltung, Parteien, Parlamente, Verbände und Stiftungen.
Zitat aus der Pressemeldung in idw-online; die Studie kann von der Homepage des Politikwissenschaftlichen Studenten-Netzwerks an der Uni Duisburg-Essen als 56seitiges PDF-Dokument heruntergeladen werden..
Hilfsmittel für die Recherche beim Firefox-Browser
September 20, 2008 at 5:38 pm | In Tools, Zur Recherche | Keine KommentareSchlagworte: addon, browser, firefox, hilfsmittel, plugin, recherche, suche, tool, Tools
Für den Firefox gibt es viele Hilfsmittel, um eine Recherche effektiver zu gestalten und die Rechercheergebnisse zu dokumentieren. Das Res Ipsa Blog stellt sinnvolle Erweiterungen in dem Beitrag “Become an Efficient Researcher: Top Twenty Firefox Add-ons that Make Firefox the Researcher’s Browser of Choice” vor.
Sprechstunde Nielebock am 23. nach hinten verschoben
September 19, 2008 at 10:10 am | In Kurzmeldungen | Keine KommentareLiebe Studierende, Herr Nielebock bedauert, am Dienstag den 23.09. die Sprechstunde erst von 17 – 18.30 h abhalten zu können! Bitte stellen Sie sich darauf ein!
26.-27.9.2008 Akademie von Junge Pugwash Deutschland
September 12, 2008 at 6:54 am | In Aus der Politikwissenschaft | Keine KommentareSchlagworte: akademie, nachwuchswissenschaftler, pugwash, sommerakademie, technologiepoliik, vdw, wissenschaftspolitik
Pugwash sagt nur älteren Semestern etwas – ein Ort in Kanada, an welchem Konferenzen von Wissenschaftlern stattfanden, die gegen den Atomkrieg waren. Der deutsche Pugwash Zweig nennt sich VDW – Vereinigung Deutscher Wissenschaftler
und
nimmt auf Jahrestagungen, in interdisziplinär arbeitenden Studien- und Projektgruppen, wissenschaftlichen Publikationen und öffentlichen Äußerungen Stellung zu Fragen von Wissenschaftsorientierung und Technologieentwicklung einerseits und Friedens- und Sicherheitspolitik andererseits.
Der Jugendzweig veranstaltet nun in zwei Wochen eine Sommerakademie:
Erstmals veranstaltet die VDW 2008 eine Sommerakademie.
Angeregt u.a. durch die Akademie der “Jungen VDWler/BdSP” 2007 wollen wir einen Rahmen für den zwanglosen Austausch von Meinungen und Informationen, für Diskussionen über die Schwerpunkte der Arbeit der VDW und die Planung weiterer Aktivitäten besonders für die Sicherung des Friedens und die Entwicklung einer verantwortbaren und zukunftsfähigen Forschung samt zugehöriger Wissenschafts- und Technologiepolitik bieten. Wir wollen uns näher kennenlernen, neue Vernetzungen knüpfen und die eingefahrenen Gleise der täglichen Arbeit für einige Tage verlassen. Dieses alles in einer anregenden, inspirierenden Umgebung, die sinnstiftendes Arbeiten mit Freizeitgestaltung und Naturverbundenheit vereint.
Wer sich dafür interessiert, sollte das Programm (mit Anmeldemodalitäten) zur Kenntnis nehmen.
UB diese Woche geschlossen!
September 10, 2008 at 11:16 am | In Aus der UB | Keine KommentareSchlagworte: arbeitsplätze, öffnung, ilias, schliessung, ub
UB geschlossen: 8. – 14. September 2008
Zu Ihrer Sicherheit muss im Hauptgebäude der Universitätsbibliothek die abgehängte Decke saniert werden. In einem ersten Bauabschnitt werden hierzu die Deckenplatten im 1. OG deinstalliert und erneuert. Es ist kein Zugang zu den Hauptbenutzungsbereichen (Ausleihzentrum, Lehrbuchsammlung, Ammerbau, Waschhalle) möglich.
Arbeits- und Leseplätze während der Schließungswoche: Juristen, Neuphilologicum und Wiwis werden empfohlen.
Die Lehrplattform ILIAS ist am 11. und 12.9. wegen Wartungsarbeiten für einige Stunden nicht verfügbar.
Gastvortrag zum Thema Peacebuilding auf den Philippinen
September 10, 2008 at 10:59 am | In Aus dem Institut, Veranstaltungen | Keine KommentareSchlagworte: abteilung 2, abteilung internationale beziehungen, autonome region, friedenssicherung, grassroots community, konfliktmanagement, peacebuilding, philippinen, zivilgesellschaft
Die Abteilung Internationale Beziehungen/Friedens- und Konfliktforschung lädt ein zum Gastvortrag von Pressia Arifin-Cabo M.A., Specialist for Conflict Management and Peacebuilding im Deutschen Entwicklungsdienst (German Development Service, DED) zum Thema:
Working on Conflict : Peacebuilding with Civil Society and Grassroots Communities in the Autonomous Region of Muslim in Mindanao/Philippines”
Der Vortrag findet am Montag, den 22.09.2008 um 14 h c.t. in Raum 021 im IfP statt.
Linkliste Datenschutz und Datensicherheit
September 8, 2008 at 4:52 pm | In Aus dem WWW | 1 KommentareSchlagworte: annotation, bewertung, datenschutz, datensicherheit, international, linksammlung
Datenschutz und Datensicherheit ist zurzeit in aller Munde. Netzpolitik.org weist auf eine kommentierte Linksammlung der Tagesschau hin, die internationale Links vorstellt.
Open University bietet kostenlose Kurse als iGoogle-Gadget für den PC
September 5, 2008 at 7:31 am | In eLearning | Keine KommentareSchlagworte: eLearning, freies angebot, igoogle, kurs, kursprogramm, lehrveranstaltung, open university, veranstaltung
Nützliche Gadgets, wie die kleinen Zusatzanwendungen für die PC- Benutzeroberfläche genannt werden, gibt es viele: Das regionale Wetter, das persönliche Horoskop, die neusten Witze oder die Uhrzeit sind bei deutschen PC-Nutzern, die Google als Startseite mit den interaktiven Web 2.0 Werkzeugen individualisieren, der Renner. Als erste Hochschule ermöglicht jetzt die britische Open University (OU) kostenlos den freien Zugang zu Universitätsmodulen als tagesaktuelles Gadget. Sobald der PC-Nutzer seine Google-Seite aufruft, sieht er in einem kleinen Kasten den “Fakt des Tages” der Open University mit einem täglich wechselnden Kursthema. Wer die kurz angekündigten Inhalte aus Wirtschaft, Business Management, Naturwissenschaften, IT, Computer, Mathematik, Technik, Kunst, Literatur oder Geschichte interessant findet, ruft sie auf. In den englischsprachigen digitalisierten Lerneinheiten können Interessierte einzelne Module am PC erarbeiten und so ihr Wissen erweitern. Weitere 215 Einzelthemen aus rund 170 Fachbereichen warten nur darauf, ohne Umwege über iGoggle im OpenLearn-Portal der Universität erschlossen zu werden. Die kostenlose Installation des OU-Gadgets dauert nur wenige Sekunden und ist direkt nach Registrierung auf der iGoogle-Homepage unter www.google.com/ig anwendbar. Mit dieser neuen technischen Anwendung möchte die Open University ihrer Vision des offenen, selbstbestimmten Online-Lernens einen weiteren Schritt näher kommen.
[via idw-online]
Der Homepage der OU kann man entnehmen, wie das geht: Man legt sich einen Account bei Google an, geht dann auf die “Startseite” iGoogle (um Sucherei zu vermeiden, gibt man einfach http://www.google.de/ig ein, wenn man eingeloggt ist), dann hat man rechts die Option “Gadgets hinzufügen”, sucht nach “open university” und fügt dann das Gadget “Fakt des Tages” von der Open University ein.
Wenn man dann den Inhalt des Gadgets anschaut , dann ist das ein “Bißchen” aus dem offenen Angebot eines Kurses, den man anklicken kann. Man hat also solchermaßen einen täglich aktualisierten “Appetizer” zum großen, frei zugänglichen Kursprogramm der Open University, welches man auch systematisch durchsehen und jeweils per RSS abonnieren kann.
Alternativ kann man natürlich auch die Übersicht der frei zugänglichen eLearning-Kurse der Open University ansehen und so nutzen! Die bieten sogar RSS-Feeds für Neuerungen. Alternativ gibt es auch noch diesen Zugang,, ich kann mich leider nicht entscheiden, welchen ich besser finde …
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