Studie „Hochschulreform und Arbeitsmarkt“ der FES

Juli 27, 2006 at 9:04 am | In Aus der Politikwissenschaft | Comments Off



Lesetipp von Professor Schmid:

Abstract:
“Der Hochschulsektor ist schon seit vielen Jahren Gegenstand intensiver Auseinandersetzungen um grundlegende Reformen in Lehre und Forschung. Vor dem Hintergrund der diagnostizierten Schwächen des Bildungssystems sowie der steigenden Qualifikationsanforderungen der Arbeitswelt wird diesem Thema wachsende Bedeutung zugemessen. Zugleich ist aber festzustellen, dass bereits eine Vielzahl von Reformen auf den Weg gebracht worden ist. Dazu zählt nicht zuletzt auch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen, zu der sich auch Deutschland im Rahmen des Bologna-Prozesses verpflichtet hat.

Die vorliegende Studie setzt sich mit den im Vordergrund stehenden Reformkonzepten auseinander und präsentiert den Stand der hochschulpolitischen Diskussion und Praxis in den einzelnen Kernbereichen. In einem zweiten Schritt wird der Stellenwert der Bachelor- und Masterstudiengänge im Kontext der Hochschulreformen analysiert. Es liegt auf der Hand, dass Qualität und Quantität der Studienabschlüsse in den Mittelpunkt treten, wenn die Reformen sich auf ein outputgesteuertes Hochschulsystem hin bewegen.

Für das erfolgreiche Gelingen der Hochschulreform ist es daher von elementarer Bedeutung, wie sich die beruflichen Chancen der Absolventen der neuen Studiengänge darstellen. Viele Arbeitgeber ziehen es vor, ihre Einstellungsentscheidungen an bekannten Zertifizierungen zu orientieren. Es wird aber auch anerkannt, dass die neuen Studiengänge stärker an der Praxis orientiert sind bzw. sein können. In der gegenwärtigen Phase noch bestehender Unkenntnis und Unsicherheit tragen die Ergebnisse dieser Studie, die auf der Befragung von Unternehmen beruhen, zur Herstellung von Transparenz dieses Arbeitsmarktsegments bei.

Schließlich werden in der Studie Vorschläge für eine Förderung der Akzeptanz der neuen Studienabschlüsse dargestellt. Dabei geht es nicht nur um Empfehlungen an Hochschulen und Arbeitgeber, auch andere gesellschaftliche Bereiche sind in der Pflicht, die Umsetzung der Ziele des Bolognaprozesses zu einem Erfolg zu machen. Die Initiative zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes ist ein wichtiger Schritt zur Vertiefung der Integration, der Unterstützung von allen Seiten verdient.

Mit der Publikation dieser Studie möchte die Friedrich-Ebert-Stiftung einen Beitrag zu diesem Reformprozess leisten.”

PDF-Datei, 1,9 MB zum herunterladen:
http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/03624.pdf

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